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Tierschutzverein
Neuwied und Umgebung e.V. Mitglied im Deutschen Tierschutzbund |
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Über die Schattenseiten im Leben der Tierschützer
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Es
war eine rabenschwarze Woche für unser Tierheim-Team: Gleich dreimal
mussten die Tierschützer ausrücken, um vernachlässigte Vierbeiner aus höchster
Not zu retten. Der
erste Notruf kam am Dienstag. Anwohner hatten uns darauf aufmerksam
gemacht, dass auf einem Anwesen im Westerwald zwei Hunde unter offenkundig
unhaltbaren Umständen leben mussten: Eines der Tiere lebte demnach
ausschließlich in einer Garage, das andere in einem Keller. Nachdem die
Behörden grünes Licht gegeben hatten, rückten die Helfer aus, um die
Sache vor Ort in Augenschein zu nehmen – und fanden die Hunde in
besagter Garage und jämmerlichem Zustand vor. Der sieben Jahre alte
Pudelmischling hatte dort offenbar schon längere Zeit zugebracht – und
zwar im wahren Wortsinn in seinem eigenen Dreck. Sein Fell war völlig
verfilzt und teilweise ausgefallen, an manchen Stellen war die Haut voller
Ekzeme. Die zwölf Jahre alte Chow-Chow-Schnauzer-Mischlingsdame war
offenbar frisch gewaschen und vom Keller, in dem Zeugen sie durch eine Öffnung
beobachtet hatten, in die Garage verfrachtet worden. Allerdings ist sie so
gut wie taub und nahezu blind. Doch
es sollte noch schlimmer kommen. Schon am nächsten Morgen meldete sich
das Veterinäramt erneut im Tierheim. Im Norden des Landkreises war der
Gerichtsvollzieher zu einer Zwangsräumung ausgerückt und hatte in einem
völlig verwahrlosten Haus mehr als 30 Katzen vorgefunden, die unter
unvorstellbaren Bedingungen in dem Gebäude lebten. Zwar war man
vorgewarnt worden, doch das, was das „Notfall-Team“ um
Tierheimleiterin Iris Wolsing am Einsatzort zu sehen bekamen, ließ jedem
Beteiligten den Atem stocken – und das im wahren Wortsinn: Es gab keinen
Zentimeter, der nicht voller Kot und Urin war. Doch das war noch lange
nicht das Schlimmste. Denn in all dem Unrat fanden sich auch die Reste von
Tierkadavern, die den Katzen vermutlich als Nahrung gedient hatten. Diesen
Gestank wird so schnell keiner der Tierheimmitarbeiter vergessen. Ihrem
Impuls, auf dem Absatz umzudrehen und das Gebäude so schnell wie möglich
zu verlassen, konnten sie nämlich nicht nachgeben. Stattdessen machten
sie sich daran, 34 zutiefst verstörte Katzen einzufangen und zum Tierarzt
zu fahren, Dort bestätigte sich dann, was Iris Wolsing bereits befürchtet
hatte: Alle weiblichen Tiere waren trächtig. Zum Glück können wir uns
in solchen Notsituationen auf die benachbarten Vereine verlassen. Und so
konnten wir die Tiere auf mehrere Tierheime und Pflegestellen verteilen.
Wir alleine hätten das niemals bewältigen können.
Schließlich quillt das Tierheim derzeit ohnehin vor
Katzennachwuchs über. Doch
so außergewöhnlich dieser Einsatz war, er sollte nicht der letzte
gewesen sein. Denn am Samstagmorgen meldete sich die Neuwieder Polizei auf
dem Ludwigshof. In einem Stadtteil von Neuwied hatten Passanten zwei
Katzen in einem gekippten Fenster entdeckt – die eine jammerte um Hilfe,
die andere war bereits tot. In der Wohnung fanden die Beamten und die
Tierschützer eine weitere Katze und ein verendetes Tier. Die beiden überlebenden
Katzen waren bis auf die Knochen abgemagert und ausgetrocknet. Offenbar
waren sie schon längere Zeit alleine in der Wohnung und die im Fenster
eingeklemmten Tiere hatten versucht, ihrem Gefängnis zu entkommen –
eines von ihnen hatte diesen Versuch mit seinem Leben bezahlt. Von der
Wohnungseigentümerin gab es zu diesem Zeitpunkt übrigens keine Spur. Die
beiden Katzen wurden sofort zum Tierarzt gebracht und werden nun im
Tierheim und bei der Neuwieder Katzenhilfe langsam wieder aufgepäppelt. Für
Iris Wolsing ist das Erstaunlichste, dass alle Tiere, die auf so
dramatische Weise aus ihrem bisherigen „Zuhause“ gerettet wurden,
liebe und zutrauliche Wesen sind, die den Menschen offenbar nichts
nachtragen – auch wenn einige der Katzen nach der spektakulären
Fangaktion noch ein wenig verstört sind. „Aber keines der Tiere
reagiert aggressiv – was man ihnen nach diesen Erfahrungen ja eigentlich
nicht mal verübeln könnte.“ |
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| Konto
38406 bei der Sparkasse Neuwied (BLZ
574 501 20)
oder Konto
555516 bei der VR-Bank Neuwied-Linz (BLZ 574 601 17). |
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| Außerdem
wollen wir die Chance nutzen uns von ganzem Herzen bei den Tierheimen in
Koblenz, Troisdorf, Bonn, Remagen und Andernach und bei den Katzenhilfen
Neuwied und Westerwald für die unkomplizierte Hilfe zu bedanken! |
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