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| August 2007 |
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Hallo!
Ich bin TAMMY, aber die meisten kennen mich wahrscheinlich eher als "die Mutterkatze". Nicht sehr schmeichelhaft, aber ein Tierheim ist kein Luxushotel und ich bin froh, dass ich trächtig, wie ich war, überhaupt hier untergekommen bin. Nachdem meine 6 Jungen ein (hoffentlich) schönes Zuhause gefunden hatten, wollte ich natürlich nicht alleine hier bleiben. Bis es dann so weit war, hatte ich noch einen OP-Termin, und ich kann euch sagen mit dem rasierten Bauch sah ich ziemlich dämlich aus........
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| Wie dem auch sei, ich wurde trotzdem abgeholt und war ziemlich gespannt,wie mein neues Zuhause aussehen würde.Der erste Eindruck war gar nicht schlecht. Ein bequemer Platz auf der Couch, viel Platz zum Bewegen und ein Wintergarten zum Sonnen. Hier nannten mich plötzlich alle Florentine oder Flo, ....aber das ist mir egal, ich höre sowieso nicht auf irgendwelche Menschennamen,wenn ich nicht will. ;-) |
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| Naja, das dicke Ende kommt ja noch. Ich hatte es mir nach einer ausgiebigen Erkundungstour gerade gemütlich gemacht ,da steht plötzlich diese Nervensäge im Türrahmen. Ein Kätzchen neun Wochen alt und bunt wie ein Flickenteppich. Die Dosenöffner nennen sowas "Glückskatze", na, die kann von Glück sagen, dass sie noch so klein ist! Den Rest des Abends verbrachte die "kleine süße Mietze" damit, mich andauernd von allen Seiten anzuspringen und zu jagen. Ich kam aus dem Fauchen und Knurren gar nicht mehr raus, aber das hat ihr nicht sehr imponiert. Wenigstens die Nacht hatte ich meine Ruhe, da die kleine Nervensäge irgendwo unten im Haus geschlafen hat. Am nächsten Tag das selbe Spiel. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich totalfertig war. Da zieht man 6 Junge groß und muß sich dann mit so einem "Rotzlöffel" rumärgern. Abends war ich so panisch, das ich hinter jeder Ecke das kleine Monster habe sitzen sehen. Ich habe dann unter dem Schrank geschlafen, von wo aus man alles überblicken kann. |
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| Tags drauf war alles anders. Von der Kleinen keine Spur und die Dosenöffner kümmerten sich den ganzen Tag um mich. Nicht das sie das vorher nicht getan hätten, aber da ist ja immer der Kampfzwerg dazwischen gesprungen und hat sie auch gekratzt und gebissen. (kleiner Anflug von Schadenfreude....) Wo war ich stehen geblieben, ach ja, ich war so entspannt, dass ich mich ertappte, wie ich tatsächlich spielen wollte. Mir war ja schon der Gedanke gekommen, hier nur als Kindermädchen oder sogar als Spielzeug für die Kleine geholt worden zu sein, aber ich glaube die zwei Menschen mögen mich wirklich. Gestern hatte ich mich auch mal in die Transportkiste, mit der ich gekommen war, verzogen, was mit den Worten "Guck mal, die Arme will zurück ins Tierheim" kommentiert wurde. Der Gedanke war mir gekommen, und von meiner Übelkeit will ich erst gar nicht anfangen. |
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Wieder einen Tag später hatte ich die Kleine nur ein bis zwei Stunden am Hals, was ich aber schon viel besser vertragen konnte. Sie heißt übrigens Felicitas wird Feli gerufen und ist im Grunde gar nicht so übel. Nach ein paar Tagen hatte sich die Situation dann auch so weit entspannt, dass ich gar nicht mehr fauchen musste um Feli zurecht zu weisen, und mir das Herumtoben anfing Spass zu machen. Das Springen und Laufen fühlt sich gut an, hatte schon fast vergessen wie das ist, und ich habe auch schon fast wieder mein Normalgewicht erreicht. ( Wer sich noch erinnert wie mager ich war........) Inzwischen machen wir fast alles zusammen, balgen, schlafen, schmusen, fressen.... Unsere Menschen scheinen darüber auch ziemlich froh zu sein. Alles in allem ist es hier gar nicht so übel und ich freue mich schon darauf , wenn wir hier gemeinsam das Viertel unsicher machen. Dann wird erstmal der Nachbarskater vermöbelt, der sitzt gerade vor der Wintergartentür. Muß jetzt los, schon mal ein bisschen drohen, mit der Kleinen zusammen natürlich! :o)
Viele Grüße
Eure Florentine
P.S. Danke an das Team vom Tierheim, die sich so rührend um meine Kleinen und mich gekümmert haben.
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