Da war aber alles soweit ganz gut sortiert: Wir fanden unser Katzenklo ganz schnell, den Essplatz in der Küche, wobei der uns nicht so gefiel und unser Mensch den dann dort hin verlegt hat, wo wir ihn haben wollten. Nach und nach haben wir uns umgesehen, langsam sind wir mutiger geworden mit den Erkundungen in der Wohnung. Wir durften nach ein paar Tagen auch in alle Räume, das war aufregend. Die Menschen feiern da so ein Fest, Weihnachten, da stand plötzlich ein richtiger Tannenbaum in der Wohnung. Den haben wir ausgiebig erkundet.
Nach und nach haben wir festgestellt, dass wir keine Angst vor diesem unserem neuen Menschen haben müssen. Sie hat uns viel erzählt, auch von ihren bisherigen Katzen LebensgefährtInnen . Wir haben das aber auch gespürt, dass hier immer Katzen gelebt haben und wir Vertrauen haben können.
Es gibt einen großen Katzenbaum, den finden wir aber gar nicht so interessant. Aber die Fensterbänke, von denen man rausgucken kann, und seit längerem gehen wir auf den Balkon, können dort in unseren Stühlen liegen , auf einem Baumstumpf, der wunderbar als Kratzbaum dient, oder eigentlich überall, wo wir wollen. Nur in der Küche dürfen wir nicht oben hoch springen, dann schimpft unser Mensch.
Sie freut sich, wenn Mama und ich miteinander spielen, Teppiche verschieben, herum “galoppieren“ und die Bällchen durch die Gegend jagen. Oder die Mäuschen, oder die Schnürchen herum schleppen. Oft machen wir das nachts, inzwischen haben wir dann auch schon mal was runter oder umgeschmissen. Na ja, sie lacht dann...
Heute spreche ich viel mit meinem Menschen, kommt sie nach der Arbeit nach Hause, wird gestreichelt und geschmust. Essen gibt es wir haben ihr da ganz schon Probleme gemacht! sehr gutes: gekochten Fisch, Royal Canin Fit, Thunfisch auch pur, etc. Sie war verzweifelt, weil ich immer bei nassem Futter da stehe und mit den Pfoten darum schere, wie auf dem Katzenklo ! Dann sagt sie immer, was machst du da, Olli?
Seit einigen Tagen werden wir gebürstet, auf dem Balkon das ist ganz schön, das Gefühl. Aber von ihr hochheben lasse ich mich noch nicht so gerne, dann strample ich. Mama schon gar nicht, die flitzt sofort. Wir sind schon sehr distanziert (gewesen), aber das wird alles noch. Ganz sicher !
Übrigens: Unser Mensch hat ein paar mal versucht, uns „aus der Wohnung nach draußen zu locken“, ja, wir sollen ja Ausgang haben. Mama Merle hat davon überhaupt keinen Gebrauch gemacht, ich habe dann mal vorsichtig in den Flur gesehen, rumgeschnuppert, bin auch mal kurz draußen im Hof gewesen, aber dann wollte ich schnell wieder rein das ist noch alles viel zu fremd. Klar, ich sehe die anderen Katzen draußen, aber wir haben ja Zeit. Erst mal gefällt es uns so hier, unser Mensch hat uns versprochen, dass er mit uns rausgeht, wenn wir ihm das sagen und zeigen.
Unser Mensch hat übrigens nette Besucher, die uns auch schon streicheln dürfen. Allen voran ihr Lebensgefährte, den Mama Merle sofort in Beschlag nimmt, wenn er sich hinsetzt. Sie wird dann ausgiebig gegrault. Ich traue ihm auch inzwischen, er ist nett. Und die alte Mama meines Frauchens, ihre Schwester und auch ihr Bruder, wir haben sie kennengelernt und mit denen ein wenig geschmust.
Genug für heute. Bilder liegen euch ja schon vor, ansonsten sind hier noch ein paar zusätzliche....
Wir haben ein schönes Zuhause gefunden und wir wissen, dass wir eine Menschenfrau sehr glücklich machen ! Was ist wichtiger im Leben ?
Es grüßen euch
Olli(mann), genannt „der kleine Jung“ und Merli Maus, die Süße
mit ihrer Menschenfrau Waltraud Kotowski