Traurig aber wahr, Tommy wurde wegen anhaltender Nachbarschaftsstreitigkeiten, unter denen nicht nur sein Besitzer zu leiden hatte, abgegeben. Das Ganze ist besonders tragisch, weil Tommy in seinem jungen Leben schon mal alles verloren hatte.
Bevor er nach Deutschland kam, hat ihn in seinem Geburtsland, der Türkei, ein großer Hundefreund vor dem sicheren Tod gerettet. Damals war Tommy erst 3 Wochen alt; er sollte lebendig begraben werden. Er hatte zwar noch Glück im Unglück; ein Schock war der ganze Vorfall mit Trennung von Mutter und Geschwistern aber auf jeden Fall für den kleinen Welpen.
Wer sich gut mit Herdenschutzhunden und speziell auch den Anatolischen Hirtenhunden auskennt, für den ist Tommy ein offenes Buch, und er wird mit seinem stark ausgeprägten Territorialverhalten und Schutztrieb, seinem unabhängigen, eigenständigen Wesen, und seinem unbestechlichen Charakter prima zurecht kommen. Ganz typisch für Hirtenhunde ist auch ihre immens große Loyalität den eigenen Leuten gegenüber, ohne in gleichem Maße einen annähernden Willen zur Unterordnung zu zeigen wie zum Bespiel ein Rottweiler oder ein Schäferhund.
Auch Tommy verband ein ganz enges Band mit seiner Familie. Worauf er außerdem sehr gut aufpasst und eigen reagiert, ist sein Futter.
Für Tommy war erst einmal die Welt untergegangen, als er hier ins Tierheim kam. Er ließ nichts und niemanden an sich heran. Langsam fasst er neuen Mut und beginnt, die Momente und Kontakte mit Menschen, die gut `herdenschutzhündisch´ verstehen und sich dementsprechend verhalten, wieder zu schätzen. Bei ihnen bleibt er zunächst vorsichtig, genießt aber das Knuddeln und Streicheln und ist dann ein ganz großer Schmusebär.
Wir möchten, dass er möglichst bald wieder glücklich wird und er ein rassegerechtes Leben bei wirklich erfahrenen Kennern und Liebhabern dieser unvergleichlichen, speziellen Hunde beginnen kann. Wer gibt Tommy eine neue Chance?